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„Der Vorteil von HVO100: Er ist sofort nutzbar.“

Patrick Sprich leitete die Einführung des neuen Kraftstoffs HVO100 ins Knauber-Portfolio und sieht darin eine echte Alternative.

Mobilität

Zukunft

Portrait vom Knauber Mitarbeiter Patrick Sprich.
Verfasst am 30. Juni 2025 Lesezeit: 2 min

Inhalt

Warum wurde das bestehende Portfolio um HVO100 erweitert? 

Wir haben uns bewusst entschieden, HVO100 ins Portfolio aufzunehmen, weil wir unseren Kunden eine sofort nutzbare Alternative zum klassischen Diesel bieten wollen. Die Nachfrage nach Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen steigt – viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, die Emissionen ihrer bestehenden Flotten zu senken. Mit HVO100 können wir diese Nachfrage bedienen – ohne komplizierte Umstellungen oder zusätzliche Investitionen für unsere Kunden. 

Welche Vorteile bietet HVO100 im Vergleich zu herkömmlichem Diesel?

HVO100 besteht zu 100 Prozent aus biogenen Rohstoffen wie aufbereiteten Alt- und Reststoffen, beispielsweise gebrauchten Speiseölen und -fetten. Je nach eingesetzten Rohstoffen und Herstellungsweg kann HVO100 über den betrachteten Lebenszyklus gegenüber fossilem Diesel eine Treibhausgasminderung von bis zu 90 Prozent erreichen. Zusätzlich wird bei der Verbrennung die Emission einzelner Luftschadstoffe, beispielsweise Partikel, reduzieren, was auch die lokale Luftqualität verbessert. Für unsere Geschäftskunden hat HVO100 den Vorteil, dass er in bestehenden Dieselfahrzeugen mit Herstellerfreigabe direkt einsetzbar ist. Die vorhandene Infrastruktur – von der Lagerung bis zur Betankung – bleibt unverändert. 

Wie wird sich der Einsatz in Zukunft entwickeln?

Wir sind überzeugt, dass der Einsatz von HVO100 in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Gerade Kommunen, Stadtwerke, Flughafen und Logistikunternehmen stehen unter großem Druck. HVO100 bietet eine sofort umsetzbare Lösung ohne technische Umrüstung. Dies kann auch eine gute Alternative für die Bauwirtschaft, die Landwirtschaft oder den Event- und Veranstaltungsbereich sein. Überall dort, wo heute noch Dieselaggregate und -fahrzeuge genutzt werden, kann HVO100 einen wichtigen Beitrag leisten. 

Welche Herausforderungen gibt es aktuell?

Eine der größten Herausforderungen ist die Bekanntheit. Viele Unternehmen wissen schlichtweg nicht, dass eine so einfache und freigegebene Alternative überhaupt verfügbar ist. Außerdem gibt es bei einigen Motorenherstellern noch offene Fragen zur offiziellen Freigabe. Obwohl HVO100 die europäische Norm DIN EN 15940 erfüllt, gibt es bei manchen Herstellern noch Zurückhaltung. Wir beobachten das genau und beraten unsere Kunden transparent, welche Fahrzeuge aktuell problemlos mit HVO100 betrieben werden können. Auch der Preis liegt derzeit häufig über dem von fossilem Diesel. Deshalb betrachten wir gemeinsam mit unseren Kunden nicht nur die Kraftstoffkosten, sondern auch Einsatzprofil, Fahrzeugfreigaben und die jeweils erreichbare THG-Minderung. So lässt sich beurteilen, für welche Fahrzeuge und Anwendungen HVO100 sinnvoll eingesetzt werden kann.


Bildquelle: © Knauber / Jörn Strojny


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